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© meinhardt.info

Eindrucksvolle Demo in Berlin: Rheinmetall entrüsten! Keine Panzerfabrik für Erdogan!

Foto von Jakob Huber/Campact

Die Aktionäre des größten deutschen Rüstungskonzerns, der Düsseldorfer Rheinmetall AG, trafen sich am 9. Mai zu ihrer Hauptversammlung in Berlin. Aus diesem Grund veranstaltete das Berliner Bündnis „Legt den Leo an die Kette“ und die Aktion Aufschrei zeitgleich eine Protestaktion in Berlin.

Aktionsbericht von Heinz D. Kappei von der Berliner Initiative "Legt den Leo an die Kette":

Mehr als 150 Friedensaktivisten demonstrierten am 9. Mai anlässlich der Jahreshauptversammlung der Rheinmetall-AG in Berlin. Mit einem ausgemusterten Leopard-A1-Panzer wurde eindrucksvoll auf die aktuellen Pläne des Rheinmetall-Konzerns hingewiesen, in der Türkei - an den deutschen Rüstungsexportrichtlinien vorbei - eine ganze Panzerfabrik für den Autokraten Erdogan zu bauen.

Uwe Hiksch vom Bundesvorstand der Naturfreunde Deutschlands wies gleich zu Anfang seiner Moderation auf die Steigerungsraten der Aktie des Konzerns hin. Barbara Happe von der entwicklungspolitischen Organisation URGEWALD und Kritische Aktionärin umschrieb die Strategie von Rheinmetall, sich mit Joint-Ventures und Tochterunternehmen der Kontrolle der hiesigen Behörden zu entziehen.

Christine Hoffmann als Sprecherin von Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel! sprach den ehemaligen Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung direkt an, als er sich während ihres Redebeitrages an der Kundgebung vorbeischlich: "Herr Jung, verzichten Sie auf den Aufsichtsratsposten!" Die TeilnehmerInnen quittierten es Jung mit einem gellenden Pfeifkonzert.

Campact symbolisierte mit einem Die-In vor dem ausgemusterten Panzer die Situation, die wehrlose Zivilisten in der Türkei zu erwarten haben. "Keine Panzer für Erdogan" war somit die aktuelle Forderung des Protestes.

Peter Kranz von WILMA schilderte anschaulich, wie Flüchtende traumatisiert in Berlin ankommen. Sein ökumenisches Zentrum hilft den hier Ankommenden mit einem konkreten Deutschunterricht.

Rüstungsexporte müssen verboten werden, forderte die SPD-Bundesabgeordnete Ute Finckh-Krämer. Der stellvertretende Vorsitzende der Linken, Tobias Pflüger, umschrieb die katastrophalen Steigerungsraten der Rüstungsexporte der Großen Koalition in den letzten dreieinhalb Jahren. Diese Bundesregierung solle sich schämen, wie sie autokratische Herrscher im Nahen Osten unterstützt und fördert.

Auf ein Entrüstungswochenende in den kommenden Tagen mit einem Camp und einer zivilen Blockade an einer der größten Fabrikationsstätte im niedersächsischen Unterlüß wies Helga Jannsen von der Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte hin.

"Rheinmetall muss auf zivile Produkte umgestellt werden" war die Forderung vom Mitorganisator der Kundgebung Lühr Henken.

Viele Fotografen und auch Fernsehteams schickten die Bilder dieser eindrucksvollen Kundgebung mit einem tiefen antimilitaristischen Charakter in die Welt: RHEINMETALL ENTRÜSTEN!

Presseschau

Weitere Infos:

Fotos der Aktion gegen Rheinmetall in Berlin am 9. Mai 2017

Panzer/ Aktion Rheinmetall Hauptversammlung /2017-05-09

Fotos von Jakob Huber/Campact