Startseite
  Suche 

 

Rüstungsalarm in Stuttgart

Protest gegen Militärmesse ITEC 2018  mehr

Mitmachen:

Vom 21. Mai bis zum 2. Juni 2018 findet unter dem Motto „Frieden geht!“ ein Staffellauf gegen Waffenexporte von Oberndorf nach Berlin statt.  mehr

Materialien:

Aktionsflyer

Das Kampagnenfaltblatt zum Verteilen oder Auslegen an Infoständen mehr

Bücher:

Titelblatt von Grässlin, Harrich und Harrich-Zandberg: Netzwerk des Todes

Netzwerk des Todes - Das Enthüllungsbuch zum TV-Ereignis „Tödliche Exporte“ mehr

Bücher:

Schwarzbuch Waffenhandel - Wie Deutschland am Krieg verdient mehr.

Silly: Vaterland

Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Die Daimler AG: einer der großen deutschen Rüstungsexporteure

Postkarte mit der das Bündnis Krieg beginnt hier - keine Beihilfe aus der Pfalz für ein Ende der Militärproduktion im Werk Wörth eintritt.

Die Daimler AG ist weit mehr als ein herkömmlicher Pkw-Hersteller. Mit den Militärversionen seiner Lkws ist der Mercedes-Hersteller auch im Rüstungsbereich aktiv und exportiert in zahlreiche Länder.

Seine Militär-Versionen verkauft Daimler auch nach Ägypten, Algerien, Angola, Irak, Kuwait, Libyen, Marokko, Pakistan, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien, Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Die Militärfahrzeuge zeichnen sich aus durch Allradantrieb, Einzelbereifung, höchste Geländegängigkeit, ballistischen Schutz, Minen- und Sprengfallen-schutz, Luft- und Bahnverladefähigkeit, Dachluke, Reifendruckregelanlage. Diese Fahrzeuge werden weder auf der Daimler- noch auf der Mercedes-Benz-Seite dargestellt. Man muss schon wissen, dass sie unter der englischen Bezeichnung "Mercedes-Benz Military Vehicles" in einem besonderen (englischen) Internetauftritt präsentiert werden: www.mb-military-vehicles.com/de/home.html

Die Militär-Lkw und die Militär-Unimogs werden im Werk Wörth (in der Pfalz unweit von Karlsruhe) gefertigt.

Im krassen Gegensatz zu den ethischen Grundsätzen des Konzerns lieferte Daimler 2009 und 2010 an das libysche Regime unter Präsident Gaddafi 25 Militärtrucks vom Typ Actros (Wert: 7,5 Millionen Euro). Die libysche Armee benutzte im März 2011 den Daimler-Actros als Panzertransporter für ihren Vormarsch gegen die Aufständischen in Richtung Bengasi.

Daimler schreckt auch nicht davor zurück diktatorische Regime zu versorgen: Alleine im Jahr 2010 lieferte der Konzern 143 Militärfahrzeugteile an Ägypten, drei Militärlaster an Saudi Arabien und 58 Militär-LKW an Algerien.

Trennung von Rolls-Royce Power Systems (Tognum)

Die Tognum AG wurde Anfang 2013 in Rolls-Royce Power Systems (RRPS) umbenannt und war ein gemeinsames Unternehmen von Daimler und Rolls-Royce. Im März 2014 erklärte Daimler, dass man sich von der früheren Tognum trennen wolle. 

Tognum (RRPS) produziert u. a. folgende Waffensystem

• MTU-Dieselmotoren für Flugzeugträger, Zerstörer, Fregatten, Korvetten, Patrouillenboote.
• Motoren und Getriebe für Panzer (Leopard, Puma, Leclerc u. a.) und Panzerhaubitzen

Sitz von RRPS ist Friedrichshafen am Bodensee. Mit rund 10.500 Beschäftigten erzielte das Unternehmen 2012 einen Umsatz von 3,0145 Milliarden Euro. Vorstandsvorsitzender ist Ulrich Dohle.

Airbus Group (EADS)

Seinen Anteil an Europas größtem Luft- und Raumfahrtkonzern und zweitgrößtem Rüstungskonzern Airbus Group (früher EADS) hat Daimler 2013 verkauft; siehe dazu die Presseerklärung Die Kritische AktionärInnen Daimler (KAD) begrüßen den Ausstieg der Daimler AG aus der Rüstungsschmiede EADS