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Deutsche Rüstungsexporte nach Griechenland

Deutschland ist seit Jahrzehnten neben Frankreich und den USA einer der wichtigsten Rüstungslieferanten Griechenlands. Allein zwischen 2001 und 2013 genehmigte Deutschland laut der Datenbank der Campaign Against Arms Trade (CAAT) Rüstungsgüterexporte im Wert von über 2,1 Milliarden Euro nach Hellas – und zwar sozusagen für alles, was die deutsche Rüstungsproduktion hergibt, insbesondere Fahrzeuge und Panzer, Kriegsschiffe, Sprengkörper, leichte Waffen und Artillerie.

Weitere Informationen:

Nachrichten über Rüstungsexporte nach Griechenland

KMW-Panzerdeal mit Griechenland: Schmiergeldzahlungen bestätigt

Seit einigen Jahren steht der Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW) im Verdacht, bei einem Panzerdeal mit Griechenland bestochen zu haben. Medienberichten zufolge wurde dieser Verdacht nun durch einen angeklagten Ex-KMW-Manager bestätigt.

Bei dem Prozess vor dem Münchner Landgericht habe dieser die damalige KMW-Geschäftsleitung stark belastet und ausgesagt, dass bei dem Griechenlandgeschäft im Jahr 2001 mit Schmiergeld nachgeholfen worden sei. Dabei habe ein örtlicher Mittelsmann den stellvertretenden griechischen Verteidigungsminister bestochen. Er selbst habe ebenfalls Geld bekommen. KMW habe allerdings nie direkt Schmiergelder bezahlt, dies sei über Vertreter vor Ort gelaufen.

Der Angeklagte habe ausgesagt, dass Bestechung bei Geschäften mit südosteuropäischen Ländern Gang und Gäbe gewesen sei und die KMW-Geschäftsführung stets von den Schmiergeldpraktiken informiert gewesen sei.

Weil Bestechung mittlerweile verjährt ist, steht der Angeklagte allerdings nur wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung, versuchten Betrugs und Geldwäsche vor Gericht.

Ex-Rüstungs-Manager räumt Schmiergeldzahlungen ein, handelsblatt.com, 19.10.2015

Bestechungsverdacht bei Rüstungskonzern Angeklagter belastet Aufsichtsratschef von Krauss-Maffei Wegmann, berliner-zeitung.de, 19.10.2015

Krauss-Maffei Wegmann Rüstungsmanager soll Schmiergeld kassiert haben, faz.de

Ermittlungen gegen KMW-Chef Haun eingestellt

Im Zusammenhang mit den fragwürdigen Deals des Panzerbauers Kraus-Maffei Wegmann (KMW) mit Griechenland hat die Staatsanwaltschaft München nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung gegen KMW-Chef Frank Haun jetzt eingestellt. Haun sei unschuldig, er habe den Vorsitz der Geschäftsführung erst nach den fraglichen Vorgänge übernommen.

Gegen andere Verdächtige werde allerdings weiter ermittelt. Gegen einen Ex-Manager von KMW beginne am 19. Oktober am Landgericht München.

Krauss-Maffei: Feuer eingestellt, sueddeutsche.de, 29.09.2015

Korruption bei Griechenland-Deals: Anklage gegen Ex-Manager von Krauss-Maffei Wegmann

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat die Staatsanwaltschaft München jetzt Anklage gegen einen ehemaligen Manager von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) erhoben. Die bayerische Panzerschmiede soll beim Verkauf der Panzerhaubitze PzH 2000 nach Hellas Schmiergeld in Höhe von fünf bis zehn Millionen Euro gezahlt haben.

Rüstungsexporte nach Griechenland: Bestechendes Geschäft, sueddeutsche.de, 20.07.2015

Der Tagesspiegel über deutsche Rüstungsdeals und die Schuldenmisere Griechenlands

Nach Recherchen des Tagesspiegels bestehen durchaus Wechselbeziehung zwischen griechischen Schulden und deutschen Rüstungsexporten nach Griechenland. Wie das Blatt aufzeigt, gehörte Griechenland in den vergangenen zehn Jahren zu den Nato-Staaten mit den höchsten Verteidigungsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt. Besonders viel Geld habe Athen dabei auch für deutsche Rüstungsgüter ausgegeben. Dabei habe auch Korruption eine große Rolle gespielt.

Allein 2007 habe Athen Kriegswaffen im Wert von 289 Millionen Euro von deutschen Waffenfirmen gekauft. Und auch 2014 seien noch trotz Wirtschaftskrise deutsche Rüstungsgüter im Wert von rund 14 Millionen Euro nach Griechenland exportiert worden. Das gehe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die dem Blatt vorliege.

Rüstungsexporte nach Griechenland: Panzer in der Schuldenkrise, tagesspiegel.de, 03.05.2015

Korruption bei Rüstungsgeschäften: Griechenland will Entschädigungen

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte die griechische Staatsanwaltschaft gegen deutsche Rüstungsfirmen wegen Bestechung Anklage erhoben. Laut der Nachrichtenagentur Reuters hofft Griechenland jetzt auf Entschädigungen von 500 bis 800 Millionen Euro. Untersuchungen sollen gegen den deutsch-französischen Hubschrauberhersteller Airbus Helicopters sowie die Rüstungsschmieden Rheinmetall und STN Atlas Elektronik laufen.

Griechenland geht gegen deutsche Rüstungsschmieden vor, reuters.com, 23.03.2015

Schuldenmisere und Rüstungsexporte nach Griechenland: "Euros haben keine Bänder"

In der Fragestunde im Bundestag vom 4. März thematisierten Heike Hänsel (Linke) Rüstungsexporte nach Griechenland im Zusammenhang mit der Schmiergeldaffäre und der Schuldenmisere.

Wirtschaftsstaatssekretär Uwe Beckmeyer erklärte daraufhin zunächst, dass die Bundesregierung keine Erkenntnisse darüber habe, dass Griechenland Kaufverträge über Rüstungsgüter in Milliardenhöhe abschlossen habe, die mit Geld aus den Rettungspaketen finanziert worden seien. Er musste auf Nachfrage von Katja Keul (Grüne) dann aber zugeben, dass er schlicht nicht wisse, was womit bezahlt worden sei. "Euros haben keine Bänder", so Beckmeyer. mehr

Schmiergeldskandal in Griechenland: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Wie Tagesschau.de berichtet, hat die Athener Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen 13 Mitarbeiter von Rheinmetall und Atlas erhoben. Der Vorwurf: Beihilfe zur Bestechung bei Rüstungsgeschäften mit Griechenland. Auch die Panzerschmiede Krauss-Maffei Wegmann (KMW) stehe im Visier von Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft München habe kürzlich Räume der Rüstungsschmiede durchsucht. Auch hier gehe es um mögliche Schmiergeldzahlungen, aber auch um den Verdacht der Geldwäsche.

Vorwürfe gegen deutsche Rüstungsindustrie Schmiergelder für Waffenexporte?, tagesschau.de, 14.11.2014

Siehe dazu auch:

Razzia bei Panzerschmiede Justiz ermittelt gegen deutsche Rüstungskonzerne, sueddeutsche.de, 14.11.2014

Rheinmetall: Dokumente belegen Bestechungen in Griechenland

Um Aufträge zu erhalten, hat der Rüstungsriese Rheinmetall die griechische Armee bestochen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Das gehe aus mehreren E-Mails und anderen Dokumenten klar hervor.

Dabei sollen sich offenbar auch mindestens zwei Führungskräfte der Rheinmetall Defence Electronics persönlich bereichert haben, so die Süddeutsche Zeitung. Neben der Bremer Staatsanwaltschaft, die gegen zwölf aktuelle und ehemalige Beschäftigte des Rheinmetall-Konzerns ermittle, habe auch Rheinmetall-Chef Armin Papperger inzwischen bei einer Berliner Anwaltskanzlei eine eigene Untersuchung in Auftrag gegeben.

Schmiergeld-Skandal um Rheinmetall: Entlarvende Mails, sueddeutsche.de, 27.10.2014

Schmiergeldzahlungen: Wieder Durchsuchung bei Rheinmetall

Die Staatsanwaltschaft Bremen hat im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Bestechung und Steuerhinterziehung erneut die Räume des Rüstungsunternehmens Rheinmetall Defence Electronics (RDE) durchsucht. Das berichtet das Wochenmagazin „Der Spiegel“.

Dabei hätten sich die Ermittler vor allem für Reisekostenabrechungen, Gesprächsvermerke und Reiseberichte zu Rüstungsgeschäften mit Griechenland interessiert. Laut Spiegel geht es unter anderem um 33 Millionen Euro, die RDE zwischen 1998 und 2011 über eine Londoner Firma an einen früheren griechischen Marineoffizier gezahlt haben soll.

Korruption: Razzia bei Rheinmetall, Der Spiegel, 14.04.2014
Auch Privatwohnungen von Rheinmetall-Mitarbeitern durchsucht
, focus.de/dpa, 14.04.2014

Korruption bei Panzergeschäften: Griechische Justiz bittet Münchner Staatsanwaltschaft um Rechtshilfe

Der Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann wird verdächtigt, für Rüstungsaufträge Schmiergelder gezahlt zu haben. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hat die Staatsanwaltschaft in Athen nun die deutschen Kollegen in München eingeschaltet.

Leopard-Panzer für Griechenland Geschmiertes Geschäft, sueddeutsche.de, 10.02.2014

Weitere Details zum Schmiergeldskandal

Der griechische Schmiergeldskandal, in den mehrere deutsche Rüstungsunternehmen verwickelt sind, breitet sich immer weiter aus. Dem ARD-Magazin „Monitor“ liegen nun neue Details dazu aus Ermittlungsakten vor. Sie gewährten, so das Politmagazin, seltene Einblicke in die Geschäftspraktiken einer Brache, die sonst gerne im Verborgenen operiere.

Schmiergeldskandal: Deutsche Rüstungskonzerne im Visier der Staatsanwälte, ARD, Monitor, 30.01.2014

Griechenland: Schmiergeldskandal um deutsche Rüstungsfirmen weitet sich aus

Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge wurden in Griechenland zwei weitere Verdächtige festgenommen. Sie sollen im Zusammenhang mit U-Boot-Geschäften viele Millionen Euro kassiert haben.

Geschmierte Rüstungsdeals mit deutschen Firmen Verdächtige in Athen festgenommen, sueddeutsche.de, 19.01.2014

Griechischer Schmiergeldskandal: Deutsche Rüstungsfirmen unter Verdacht

Aufgrund des Geständnisses des griechischen Politikers Antonios Kantas stehen die Rüstungsfirmen Krauss-Maffei Wegmann, Rheinmetall und Atlas Elektronik im Verdacht, für Rüstungsaufträge Schmiergelder gezahlt zu haben. Die aber geben sich unschuldig und bestreiten die Vorwürfe.

Geschmierte Geschäfte? – Deutsche Konzerne unter Verdacht, zdf.de, Frontal21, 14.01.2014
Bestechung: Korruptionsvorwürfe gegen Rüstungsfirmen, fr-online.de (Frankfurter Rundschau), 09.01.2014
Panzer-Deal mit Griechenland Neuer Verdacht gegen Rüstungskonzern, sueddeutsche.de, 03.01.2014

Wie der ARD-Korrespondent Hans-Jürgen Maurus in Zürich berichtet, werden zudem schweizer Banken verdächtigt, in den deutsch-griechischen Rüstungsskandal verwickelt zu sein.

Schweizer Banken in deutsch-griechischen Rüstungsskandal verwickelt, H.-J. Maurus, ARD Zürich, tagesschau.de, 05.01.2014

Illegale Praktiken beim Panzer-Deal mit Griechenland?

Möglicherweise hat sich Krauss-Maffei Wegmann (KMW) den Auftrag zur Lieferung von 170 Leopard-2-Panzern für 1,7 Milliarden Euro an Griechenland durch unsaubere Praktiken gesichert. Entsprechendes zumindes meldet die Süddeutsche Zeitung. Dabei soll der für KMW tätige Athener Unternehmer Thomas Liakounakos im Zusammenhang mit Kompensationsgeschäften den griechischen Politiker Antonios Kantas bestochen haben. Der Artikel erklärt, wann Kompensationsgeschäfte legal oder illegal sind.

Panzer-Deal mit Griechenland Neuer Verdacht gegen Rüstungskonzern, sueddeutsche.de, 03.01.2014

Korruptionsverdacht bei Panzerhaubitzendeal PzH 2000 mit Griechenland

Ein griechischer Geschäftsmann wurde verhaftet, weil er Ende der 1990er-Jahre dem Rüstungsunternehmen Wegmann aus Kassel einen Großauftrag über 150 Millionen Euro für die Lieferung des Artilleriesystems Panzerhaubitze 2000 vermittelt haben soll. Das meldete die Süddeutsche Zeitunng. Die Verhaftung sei im Zusammenhang mit dem Geständnis des griechischen Politikers Antonios Kantas, wonach er bei Rüstungsgeschäften mit deutschen Rüstungsfirmen Schmiergeld angenommen habe, erfolgt. Wegmann war bis 1999 eigenständig und fusioniert dann mit Krauss-Maffei.

Festnahme in Athen wegen Bestechungs-Affäre, sueddeutsche.de, 30.12.2013

Griechischer Politiker gesteht Bestechung durch Krauss-Maffei Wegmann

Wie die Süddeutsche Zeitung vom 28.12.2013 berichtet, hat der griechische Ex-Politiker Antonios Kantas gestanden, im Zusammenhang mit dem Kauf von 170 Leopard-2-Panzern (Gesamtwert 1,7 Milliarden Euro) 1,7 Millionen Euro Bestechungsgeld erhalten zu haben. Krauss-Mafffai Wegmann (KMW) bestreite jedoch die Korruptionsvorwürfe. Kantas hat nach Informationen der Süddeutschen zudem zugegeben, auch bei anderen Rüstungsgeschäften Schmiergeld bekommen zu haben: bei der Modernisierung von U-Booten der Poseidon-Klasse durch Rheinmetall und Atlas Elektronik sowie beim Flugabwehrsystem Asrad von Rheinmetall.

Ermittlungen in Athen Griechischer Ex-Politiker gesteht Schmiergeld-Deal um deutsche Panzer, sueddeutsche.de, 28.12.2013

Deutsche Waffen für das verschuldete Griechenland, Deutschlandradio Kultur , 25.01.2012

Rettungsschirm für Athens Luxusarmee, Rhein-Zeitung, 24.10.2011

Deutschland einer der wichtigsten Rüstungslieferanten Griechenlands

Die Bundesrepublik Deutschland ist seit Jahrzehnten einer der wichtigsten Rüstungslieferanten Griechenlands. Erste Rüstungsexporte gehen bis auf die frühen 1960er-Jahre zurück. Handelte es sich zunächst überwiegend um die Weitergabe gebrauchter Waffen aus Beständen der Bundeswehr, so fanden in der Zeit der griechischen Militärdiktatur (1967 bis 1974) zunehmend auch modernste deutsche Rüstungsgüter ihren Weg nach Hellas. Heute verfügen die griechischen Streitkräfte nahezu über das gesamte Spektrum der deutschen Rüstungsproduktion vom Sturmgewehr bis zum U-Boot.
Lesen Sie den 2010 veröffentlichten, aber immer noch aktuellen Artikel der
Ohne Rüstung Leben Informationen