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Rüstungsalarm in Stuttgart

Protest gegen Militärmesse ITEC 2018  mehr

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Fordern Sie Wirtschaftsministerin Zypries auf, alle Rüstungsexporte an Staaten, die im Jemen Krieg führen, zu stoppen! mehr

Materialien:

Aktionsflyer

Das Kampagnenfaltblatt zum Verteilen oder Auslegen an Infoständen mehr

Bücher:

Titelblatt von Grässlin, Harrich und Harrich-Zandberg: Netzwerk des Todes

Netzwerk des Todes - Das Enthüllungsbuch zum TV-Ereignis „Tödliche Exporte“ mehr

Bücher:

Schwarzbuch Waffenhandel - Wie Deutschland am Krieg verdient mehr.

Silly: Vaterland

Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Kritische AktionärInnen Daimler

Die "Kritischen AktionärInnen Daimler" (KAD) engagieren sich unter dem Motto „Entrüstet Daimler" seit 1990 für die Umstellung der militärischen auf eine sinnvolle zivile Produktion (Rüstungskonversion). Sie prangern die Rüstungsproduktion und die Waffenexporte des Autokonzerns ebenso an wie auch mangelndes Engagement im Umweltschutz oder andere üble Geschäftspraktiken. Sie veröffentlichen entsprechende Analysen und schlagen Alternativen vor.

Hauptversammlung als Tribüne um Rüstungsexporte anzuprangern

Stage Divers(e) zusammen mit den Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD), Paul Russmann (l.) und Holger Rothbauer (r.), bei der Hauptversammlung der Daimler AG 2014 im Berliner ICC am 9. April 2014.
Stage Divers(e) zusammen mit den Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD), Paul Russmann (l.) und Holger Rothbauer (r.), bei der Hauptversammlung der Daimler AG 2014 im Berliner ICC am 9. April 2014.

Regelmäßig bringen Mitglieder der KAD Gegenanträge auf den Hauptversammlungen des Daimler-Konzerns ein. Die Daimler-Hauptversammlung 2017 findet am 29. März in Berlin statt.

Aktionspostkarte an den Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG: Die Schattenseiten des Sterns

Postkartenaktion von den Kritischen Aktionären Daimler an Daimler-Chef Zetsche: Die Schattenseiten des Sterns

Als Unterzeichner des "UN-Global Compact für verantwortungsbewusste Unternehmensführung" verpflichtete sich die Daimler AG, bestimmten Prinzipien zu folgen. Darunter findet sich der Schutz der Menschenrechte und die Verbreitung umweltfreundlicher Technologien.

Die von Ohne Rüstung Leben (ORL) koordinierten Kritischen Aktionäre Daimler möchten wissen,

  • wie sich Rüstungsexporte an menschenrechtsverletzende Staaten,
  • die Vergiftung von Trinkwasser im Südsudan durch seinen Formel-1-Partner Petronas und
  • Milliardeninvestitionen in Dieselmotoren, deren Abgase tödliche Erkrankungen auslösen,

mit der Verantwortung des Konzerns vereinbaren lassen. Sie werden daher an der Aktionärshauptversammlung am 29. März 2017 in Berlin dazu Fragen stellen.

Außerdem haben sie mit diesen Fragen auch eine Postkartenaktion an den Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG, Dieter Zetsche, gestartet. Beteiligen auch Sie sich daran und erhöhen Sie dadurch den öffentlichen Druck auf den Daimler-Konzern.

Die Aktionspostkarten erhalten Sie kostenlos über die Website von Ohne Rüstung Leben. Außerdem finden Sie dort ausführliche Erläuterungen zu den Hintergründen dieser Fragen.

Weitere Informationen zu der Aktion

Hauptversammlung 2017

Mit Protestpostkarten demonstrierten die Kritischen Aktionäre Daimler (KAD) am 29. März 2017 zunächst vor Beginn der diesjährigen Daimler-Hauptversammlung in Berlin gegen das Daimler-Dieselabgasdesaster, den Export von Mercedes-Militärfahrzeugen und die Vergiftung von Trinkwasser durch Formel-1-Partner Petronas. In Ihren Gegenanträgen und Reden auf der Aktionärshauptversammlung verweigerten sie dann dem Vorstand die Entlastung.

Holger RothbauerUngeachtet der Folgen betreibe der Vorstand der Daimler AG eine menschenverachtende Exportpolitik von Mercedes-Militärfahrzeugen, beklagte Aufschrei Sprecher Jürgen Grässlin in seinem Gegenantrag. Diese werde durch Auftritte auf Rüstungsmessen, wie der IDEX im Februar 2017 in Abu Dhabi, forciert. Dessen ungeachtet verweise der Daimler-Vorstand im Geschäftsbericht 2016 auf die ethischen Prinzipien des UN Global Compact, so Grässlin weiter. Leider dienten diese – durchaus wichtigen – Prinzipien der Vereinten Nationen lediglich der Imageaufbesserung des Daimler-Konzerns.

Paul RussmannAufschrei-Sprecher Paul Russmann wies in seiner Rede unter anderem darauf hin, dass die Daimler AG allein im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 3.465 militärische Fahrzeuge in 16 Länder exportiert hat. Zu den Empfängern von Militärunimogs und Panzertransportern aus dem Daimler-Werk Wörth hätten in den letzten Jahren unter anderem Ägypten, Algerien, Bahrein, Irak, Katar, Kuwait, Libyen, Marokko, Pakistan, Saudi-Arabien, Syrien, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate gezählt. "Sind das für Sie Länder, die weder in Krisen- und Kriegsgebieten liegen, noch in denen die Menschenrechte mit Füssen getreten werden? Sind Saudi-Arabien oder Katar für Sie Länder, die die Menschenrechte einhalten?", fragte Russmann in Richtung Daimler-Vorstand. Nach dem von den Kritischen Aktionären geforderten und vollzogenen Ausstieg aus den Daimler-Rüstungsschmieden EADS und Rolls-Royce-Power-Systems sei es an der Zeit, auch aus dem Geschäft mit der Produktion und dem Export von Militärfahrzeugen auszusteigen, forderte Russmann.

Weitere Berichte darüber finden Sie auf der Webseite von Ohne Rüstung Leben und bei den Kritischen Aktionären.

Außerdem haben sie mit diesen Fragen eine Postkartenaktion an den Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG, Dieter Zetsche, gestartet. Beteiligen auch Sie sich daran und erhöhen Sie dadurch den öffentlichen Druck auf den Daimler-Konzern.

Gegenanträge und Reden

Weiter Informationen dazu:

Hauptversammlung 2016

Auch im Jahr 2016 verweigerten die KAD dem Daimler-Vorstand auf der Hauptversammlung in Berlin die Entlastung. Die Gründe dafür, die sie in ihren Gegenanträgen anführen, sind neben der Vergiftung von Trinkwasser im Südsudan durch den Formel-1-Sponsor PETRONA und der Fremdvergabe von Arbeit in Form von Leiharbeit und Werkverträgen auch der Export von Mercedes-Militärfahrzeugen in menschenrechtsverletzende Staaten sowie Kriegs- und Krisengebiete, wie etwa nach Ägypten, Abu Dhabi, Algerien, Angola, Irak, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libyen, Marokko, Oman, Pakistan, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien, Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Gegenanträge und Reden

Neben seinem Gegenantrag stellte Paul Russmann auch kritische Nachfragen an den Vorstand der Daimler AG. Für den Vorstand antwortete Bodo Uebber. mehr

Weiter Informationen dazu:

Hauptversammlung 2015

Die KAD verweigerten auch im Jahr 2015 dem Vorstand und dem Aufsichtsrat die Entlastung. Die Gründe: Täuschung beim Kraftstoffverbrauch, der Export von Mercedes-Militärfahrzeugen und die mangelhafte Aufklärung bei der Finanzierung eines Folterzentrums in Brasilien.

Gegenanträge und Reden

Weiter Informationen dazu:

Hauptversammlung 2014

Bei der Daimler-Hauptversammlung am 9. April 2014 in Berlin prangerten die KAD Verbrauchertäuschung und Billiglöhne bei Werkverträgen an und forderten den Stopp des Exports von Mercedes-Militärfahrzeugen und Actros-Panzertransportern in Krisen- und Kriegsgebiete. Sie hatten folgende Gegenanträge gestellt:

Weiter Informationen dazu:

Die Kritischen AktionärInnen untersuchen Waffenexporte auch von anderen Rüstungsunternehmen