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Übersichtsseite Saudi-Arabien

Auf dieser Übersichtseite sind wichtige Informationen über deutsche Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien zusammengestellt.

Patrouillenboote der Lürssen-Werft an Saudi-Arabien

Gemäß Medienberichten vom 10.02.2013 hat der Bundessicherheitsrat eine Voranfrage der Bremer Lürssen-Werft zur Lieferung von Patrouillenboote an Saudi-Arabien im Gesamtwert von 1,5 Milliarden Euro positiv entschieden. Bei einem Stückpreis von zehn bis 25 Millionen Euro bekäme Saudi-Arabien eine mindestens zweistellige Zahl von Patrouillenbooten. Die Lürssen-Werft mit 1400 Beschäftigten ist ein Familienunternehmen, das Yachten und Kriegsschiffe (u. a. für die Türkei) baut. Die Standorte sind in Bremen-Vegesack, Lemwerder, Aumund, Rendsburg, Berne, Wilhelmshaven und Wolgast.
 
Sprecher von SPD, Grünen und Linken kritisierten das geplante Geschäft. Thomas Oppermann (Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion) kritisierte die Bundesregierung, weil sie aus den Protesten gegen Waffenlieferungen an Saudi-Arabien nichts gelernt habe und das Land total hochrüste. Die Bundestagsabgeordnete der Grünen Katja Keul ist gegen die Lieferung und forderte Kanzlerin Merkel auf, ihre Exportpolitik öffentlich zu rechtfertigen. Jan van Aken (Die Linke) will Waffenexporte nach Saudi-Arabien stoppen und kündigte einen entsprechenden Antrag der Linken im Bundestag an.

Saudi-Arabien will ABC-Spürpanzer "Dingo" kaufen

Laut Bild am Sonntag will Saudi-Arabien zunächst 30 ABC-Spürpanzer vom Typ Dingo 2 kaufen für 100 Millionen Euro und sei langfristig an bis zu 100 Modellen interessiert. Hersteller des Dingo ist vor allem Krauss Maffei Wegmann und Bruker Daltonik aus Leipzig. Der geheim tagende Bundessicherheitsrat habe seine Zustimmung signalisiert, allerdings sei das Geschäft noch nicht endgültig genehmigt. Saudi-arabische Soldaten sollen an einem Simulationsfahrzeug bei Bruker Daltonik in Leipzig geschult werden. Die Dingos sollen die 36 Fuchs-Spürpanzer ersetzen, die Thyssen 1991 nach Saudi-Arabien verkauft hatte.
Bild am Sonntag 30.12.2012

Welche Rüstungsfirmen liefern Waffensysteme nach Saudi-Arabien

Die deutschen Rüstungsexporte nach Saudi Arabien sind in den letzten fünf Jahren drastisch gestiegen, obwohl König Abdullah Bin ’Abdul ’Aziz al-Saud seit 2005 mit harter Hand. Als Premierminister und militärischer Oberbefehlshaber in Person lässt er keine Opposition zu. „Die Behörden unterdrückten weiterhin das Recht auf freie Meinungsäußerung und andere Grundrechte“, konstatiert amnesty international in ihrem aktuellen „Report 2010“. Lieferfirmen sind Daimler, Heckler & Koch, KMW, Rheinmetall, EADS, Eurocopter und Diehl BGT. mehr