Startseite
  Suche 

 

Mitmachen:

Aktionspostkarte an Wirtschaftsminister Peter Altmaier: Tödliche Exporte verbieten! mehr

Mitmachen:

Aktionspostkarte an Bundeskanzlerin Angela Merkel: Jemen | Made in Germany mehr

Mitmachen:


ENAAT-Petition: EU – Investiere nicht in Waffen! mehr

Materialien:

Kampagnenflyer

Das Kampagnenfaltblatt zum Verteilen oder Auslegen an Infoständen mehr

Bücher:

Titelblatt von Grässlin, Harrich und Harrich-Zandberg: Netzwerk des Todes

Netzwerk des Todes - Das Enthüllungsbuch zum TV-Ereignis „Tödliche Exporte“ mehr

Bücher:

Schwarzbuch Waffenhandel - Wie Deutschland am Krieg verdient mehr.

Silly: Vaterland

Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Deutsche Rüstungsexporte nach Peru

Die Lage der Menschenrechte in Peru ist nach wie vor ungenügend. Laut Amnesty International (AI) wurden 2017 zum Beispiel erneut gesetzliche Bestimmungen verabschiedet, die die Landrechte indigener Bevölkerungsgruppen bedrohten. Menschenrechtsverteidiger, insbesondere diejenigen, die sich für Landrechte und den Umweltschutz einsetzten, seien durch staatliche als auch nichtstaatliche Akteure bedrohten und schikanierten worden. Zudem habe die Regierung keine wirksamen Maßnahmen ergriffen, um die zunehmende Gewalt gegen Frauen einzudämmen. Dem Bonn International Center for Conversion (BICC) zufolge gibt es überdies immer wieder Berichte über Folter durch die Polizei, das Militär und Gefängniswärter. In den seltensten Fällen würde die Täter bestraft. Innerhalb der Grenzgebiete zu Kolumbien und Ecuador übe das Militär noch immer eine umfangreiche Kontrolle aus. Dort komme es häufig zum Verschwinden von Menschen und in einigen Fällen zu tödlichen Übergriffen durch die Sicherheitskräfte. Neben der Menschenrechtslage sieht das BICC auch die innere Lage im Land sowie die Sicherheit und Stabilität in der Region und die unerlaubte Wiederausfuhr von Waffen als möglicherweise kritisch.

Dennoch billigte die deutsche Bundesregierung laut der CAAT-Datenbank zwischen 2001 und 2018 deutsche Waffenlieferungen nach Peru im Wert von fast 176,82 Millionen Euro. Dabei handelte es sich vor allem um Genehmigungen für den Export von Panzern/Fahrzeugen, Kriegsschiffen, Sprengkörper, Feuerleiteinrichtungen, Munition, elektrische Geräte und leichte Waffen. Exportiert werden durften aber unter anderem auch Kleinwaffen, chemische Stoffe und Fluggeräte.

Stand Feb. 2020

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zu Rüstungsexporten und Empfängerländern:

CAAT-Datenbank zu Rüstungsexporten der EU-Staaten
Informationen über Rüstungsexporte, aufgeschlüsselt nach Liefer- und Empfängerstaat, Jahr und Art der exportierten Güter

Rüstungsexportberichte der Europäischen Union

UN-Waffenregister
Im UN-Waffenregister (United Nations Register of Conventional Arms, kurz: UNROCA) ist der weltweite Handel mit Großwaffensystemen und mit Klein- und Leichtwaffen seit 1992 dokumentiert.

BITS-Datenbank
Über die Datenbank der Berliner Informationsstelle Transatlantische Sicherheit (BITS) können Informationen über deutsche Rüstungsexporte abgerufen und nach Land, Kategorie und sogar Unternehmen gefiltert werden.

GKKE-Rüstungsexportberichte

Datenblätter zu Empfängerländern von waffenexporte.org
Zusammenstellung der Angaben der Rüstungsexportberichte der Bundesregierung ab dem Jahr 2000 zu Rüstungsexportgenehmigungen. Waffenexporte.org wird von Jan van Aken (MdB Die Linke) betrieben.

Länderdatenbank des BICC
In einer Datenbank hat das Bonn International Center for Conversion (BICC) 170 Länder hinsichtlich der acht Kriterien des gemeinsamen Standpunktes der EU ausgewertet

Länderportraits des BICC
Informationen zu Rüstung, Militär und Sicherheit in wichtigen Empfängerländern deutscher Rüstungsimporte

SIPRI-Jahrbücher auf Deutsch (Kurzfassungen)

SIPRI-Jahrbuch
Sämtliche Jahrbücher des Stockholm International Peace Research Institut (SIPRI) seit 1968 auf Englisch

SIPRI-Datenbanken
Datenbanken des Stockholm International Peace Research Institut (SIPRI)

Global Net – Stop The Arms Trade” – gn-stat.org
Das Informationspool gn-stat.org ist ein internationales Projekt gegen Rüstungsexporte, das die Geschichte und aktuelle Fälle des Waffenhandels in aller Welt aufarbeitet.

RüstungsInformationsBüro
Informationen zu Waffenproduktion und Rüstungsexporten