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© meinhardt.info

Kritische Aktionäre Commerzbank

Mit Gegenanträgen und Reden auf den Aktionärsversammlungen prangern die Kritischen Aktionäre und andere Organisationen seit Jahren unter anderem die Finanzierung von Rüstungskonzernen durch die Commerzbank an und fordern einen Ausstieg aus dem Waffengeschäft.

Hauptversammlung 2019

Die Kritischen Aktionäre stellten auch auf der diesjährige Hauptversammlung der Commerzbank am 22. Mai in Wiesbaden wieder einen Gegenantrag, in dem sie forderten, die Mitglieder des Vorstandes nicht zu entlasten. Sie begründeten dies unter anderem damit, dass die Commerzbank trotz der von ihr im Jahr 2008 beschlossenen Rüstungsrichtlinie weiter an Unternehmen wie Rheinmetall oder BAE Systems, die den blutigen Krieg im Jemen mit anfeuern, festhalte. So habe sie 2018 unter anderem einen neuen Kredit an den größten europäischen Rüstungskonzern BAE Systems aus Großbritannien vergeben. Dies sei trauriger und unfassbarer Beleg für fehlende menschenrechtliche Eckpfeiler bei der Commerzbank.

Auch Urgewald und andere NGOs forderten, dass der Vorstand der Commerzbank sich durch eine ethischere Ausrichtung seiner Geschäfte vom Konkurrenten Deutsche Bank absetzen sollte. Ali Jameel von der jemenitischen NGO Mwatana forderte, dass deutsche Geldgeber wie die Commerzbank Verantwortung übernehmen und Rüstungskonzernen, die diesen Krieg beliefern, die Finanzierung verweigern müssen.

Weitere Gegenanträge und Reden auf den Hautpversammlungen der Commerzbank in den vergangenen Jahren finden Sie auf der Webseite der Kritischen Aktionäre