Startseite
  Suche 

 

Mitmachen

21.09. bis 27.09.2020: Aktionswoche: FRIEDEN BEGINNT HIER! Rüstungsexportkontrollgesetz JETZT!! mehr

Mitmachen:

Aktionspostkarte an Wirtschaftsminister Peter Altmaier: Tödliche Exporte verbieten! mehr

Mitmachen:

Aktionspostkarte an Bundeskanzlerin Angela Merkel: Jemen | Made in Germany mehr

Mitmachen:


ENAAT-Petition: EU – Investiere nicht in Waffen! mehr

Materialien:

Kampagnenflyer

Das Kampagnenfaltblatt zum Verteilen oder Auslegen an Infoständen mehr

Bücher:

Titelblatt von Grässlin, Harrich und Harrich-Zandberg: Netzwerk des Todes

Netzwerk des Todes - Das Enthüllungsbuch zum TV-Ereignis „Tödliche Exporte“ mehr

Bücher:

Schwarzbuch Waffenhandel - Wie Deutschland am Krieg verdient mehr.

Silly: Vaterland

Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Kritische AktionärInnen Heckler & Koch

Am 3. Februar 2018 gründeten rund 70 TeilnehmerInnen einer Veranstaltung des RüstungsInformationsBüros (RIB e. V.) in Freiburg die Kritischen AktionärInnen Heckler & Koch, kurz KA-H&K. Dabei handelt es sich um eine Initiative des RIB e. V. in Zusammenarbeit mit AktivistInnen von Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!, Ohne Rüstung Leben, IPPNW, DFG-VK, pax christi, GEW, AWC Deutschland e. V. und des Freiburger FriedensForums.

Sie fordern von Vorstand und Aufsichtsrat von Heckler & Koch unter anderem die Transparenz bei allen Waffen-, Finanz- und Personalgeschäften der Heckler & Koch AG, die Gründung eines Opferfonds aus dem Geschäftsetat der Heckler & Koch AG zur Finanzierung medizinischer und therapeutischer Maßnahmen zugunsten der – Millionen! – Opfer des weltweiten Einsatzes der Kleinwaffen von Heckler & Koch (Pistolen, Maschinenpistolen, Sturm-, Maschinen- und Scharfschützengewehre sowie Spezialwaffen), den Stopp aller Altaufträge mit Kleinwaffenlieferungen an „gelbe“ und „rote“ Staaten, wie zum Beispiel Indonesien, Südkorea, Türkei und Katar, den Stopp aller Kleinwaffenexporte an menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten. Nach der Definition der KA-H&K zählen diese allesamt zu „roten Staaten“ – unabhängig davon, ob sie Mitglied der NATO beziehungsweise EU sind oder nicht (also auch keine Waffenexporte in die USA, nach Frankreich etc.) und die Umstellung der Waffenproduktion auf eine nachhaltige zivile Fertigung im Bereich der Medizin-, Energie- und Umwelttechnik! mehr

Hauptversammlung 2020

Am 27. August fand die diesjährige Hauptversammlung der Aktionäre von Heckler & Koch statt. Aufgrund der Coronapandemie wurde sie allerdings ausschließlich virtuell abgehalten.

Aufschrei-Sprecher Jürgen Grässlin von den Kritischen Aktionären Heckler & Koch (KA) hatte zwei Gegenanträge gestellt. Darin fordert er, dass die Mitglieder des Vorstands nicht entlastet werden.

Er begründet dies unter anderem damit, dass der Vorstand der Heckler & Koch AG die sogenannte Grüne-Länder-Strategie bei Rüstungsexporten trotz Zusicherung nicht einhalte. Das zeige die reale Rüstungsexportpolitik des vergangenen Geschäftsjahrs. „Das Versprechen, man liefere nur ‚an die Guten‘, entpuppt sich als hohle Phrase“, erklärt Grässlin. Er verweist in seinen Gegenanträgen unter anderem auf Waffenverkäufe an die französischen Streitkräfte, zu denen auch die französische Fremdenlegion zählt, und an britische und US-amerikanische Spezialeinheiten sowie auf die beantragten und bereits genehmigten Kleinwaffenexporte nach Singapur und Südkorea. Auch Waffenverkäufe an die Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr, die inzwischen von führenden Medien aufgrund erschreckender rechtsextremer Tendenzen zu der „dunklen Seite der Staatsmacht“ gezählt werden, führt er auf.

Zum anderen fordert Grässlin die Nichtentlastung des Vorstandes auch, weil die Heckler & Koch AG bis heute nicht zur Ruhe kommt. Diese sei nicht nur den eklatanten Fehlentscheidungen des Aufsichtsrats geschuldet. Mitverantwortlich ist laut Grässlin auch der Wechsel des Hauptanteilseigners von Andreas Heeschen zur Luxemburger Industrieholdung CDE mit Nicolas Walewski aus Frankreich. Grässlin führt zudem als Begründung für seinen Antrag das sich seit Jahren drehende Personalkarussell und das Versagen des Heckler-&-Koch-Vorstandes auf der ethisch-moralischen Ebene an.

Ruth Rohde und Jürgen Grässlin von den KA hatten zudem einen Fragenkatalog, der insgesamt 123 Fragen zu Themen wie zum Beispiel zu Empfängerländern von Kleinwaffenlieferungen und Lizenzvergaben, zum Jahresumsatz und der Einhaltung der Grüne-Länder-Strategie, zu Lieferketten, zum Endverbleib, zur Einrichtung eines Opferfonds, zur Revision im Heckler-&Koch-Prozess und zu einer Rüstungskonversion umfasst, eingereicht.

Gegenanträge und Fragen etc:

Außerordentliche Hauptversammlung Dezember 2019: Kritische Aktionäre fordern Einhaltung der Grüne-Länder-Strategie

Am 19. Dezember 2019 fand ab 9 Uhr im Restaurant „Badhaus“ in Rottweil auf Verlangen des bisherigen Hauptaktionärs Andreas Heeschen eine außerordentliche Hauptversammlung von Heckler & Koch statt. Im Zentrum stand dabei ein Machtkampf zwischen Heeschen und der luxemburgische Finanzholding CDE, die Medienberichten zufolge die Mehrheit der Aktien von Heeschen übernehmen will. Aber auch die kritischen Aktionär*innen waren wieder dabei. Sie stellten zahlreiche Fragen und kritisierten in Reden und Gegenanträgen den Vorstand und den Aufsichtsrat.

So forderte Aufschrei-Sprecher Jürgen Grässlin in seinem Gegenantrag, die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats der Heckler & Koch AG mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2019 zu streichen. Er begründete dies damit, dass der Aufsichtsrat seinen Kontrollpflichten gegenüber dem Vorstand nicht im Mindesten nachzukommen scheine. Er trage beispielsweise weder zur notwendigen Transparenz bei, noch habe er den Vorstand angewiesen, die Grüne-Länder-Strategie konsequent umzusetzen, so Grässlin. Zudem lehne der Aufsichtsrat ab, auf konkrete Schritte zu einer Rüstungskonversion hinzuwirken.

Aufschrei-Sprecherin Charlotte Kehne von Ohne Rüstung Leben und Tilmann Massa vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre kritisierten in ihren Reden unter anderem die Aufweichung der Grüne-Länder-Strategie und forderten, dass Heckler & Koch den Export seiner Waffen an kriegführende und menschenrechtsverletzende Staaten stoppen müsse – egal wer in Zukunft das Unternehmen leiten, kontrollieren oder besitzen wird.

Auch vor dem Veranstaltungsort der Hauptversammlung wurde wieder kreativ gegen die Waffenexporte von Heckler & Koch protestiert.

Reden, Gegenanträge etc.:

Hauptversammlung 2019

Am 12. Juli 2019 fand ab 9.00 Uhr im Restaurant „Badhaus“ in Rottweil die diesjährige Hauptversammlung von Heckler & Koch statt. Die Kritischen Aktionär*innen waren bereits zum dritten Mal dabei und nutzten dort ihr Rede- und Fragerecht, um ihre Kritik gegenüber dem Vorstand und dem Aufsichtsrat zu äußern. Außerdem führten sie vorher eine gewaltfreie Aktion durch.

Mit Redebeiträgen und Fragen thematisierten die Kritischen Aktionär*innen die desaströse Geschäftspolitik des Unternehmens – angefangen beim Finanzdesaster, über das Arbeitszeit- und Personaldesaster bis hin zum Rüstungsexport- und Strategiedesaster. In seinem Gegenantrag forderte Aufschrei-Sprecher Jürgen Grässlin daher, den Vorstand nicht zu entlasten. Das Gleiche empfahl Aufschrei-Sprecherin Charlotte Kehne von Ohne Rüstung Leben in ihrer Rede den Aktionären. Zudem forderte sie den Vorstand erneut auf, eine Mitverantwortung an den Verbrechen in Mexiko anzuerkennen, da die fatalen Konsequenzen von Kleinwaffenexporten in den Empfängerländern nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Zudem stellte sie dem Vorstand kritische Fragen über die beiden US-amerikanischen Tochterunternehmen – etwa zur Grüne-Länder-Strategie bei einer Verlagerung der Produktion in die USA.

Gegenanträge und Reden:

Weiter Informationen:

Hauptversammlung 2018

Ursprünglich hätte die Hauptversammlung der Heckler & Koch AG am 26. Juni in Oberndorf am Neckar stattfinden sollen. Doch nur vier Tage vorher wurde diese kurzfristig abgesagt. Als Grund nannte der Vorstand eine „unerwartet hohe Anmeldezahl" zur Hauptversammlung.  Schließlich fand die Hauptversammlung dann am 21. September im Badhaus in Rottweil statt.

Auch die Kritischen Aktionäre waren da. Sie machten gut die Hälfte der anwesenden Teilnehmer aus und konfrontieren den Vorstand mit kritischen Fragen und zahlreichen Forderungen. Unter anderem forderten sie einen Stopp von Waffenexporten in menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten und einen Opferfonds. Einen ausführlicheren Bericht dazu finden Sie auf der Webseite von Ohne Rüstung Leben.

Pressemitteilungen Kritische Aktionäre:

Gegenanträge:

Weiter Informationen:

Hauptversamlung 2017

Am 15. August 2017 nahmen erstmals sieben kritische AktionärInnen an der Jahreshauptversammlung von Heckler & Koch in Sulz-Glatt teil, darunter auch die Aufschrei-Sprecher Jürgen Grässlin und Paul Russmann. Die Presse war nicht zugelassen. zum Aktionsbericht