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© meinhardt.info

Innovative Ostermärsche ein voller Erfolg

Das Netzwerk Friedenskooperative zieht eine positive Bilanz der diesjährigen virtuellen Ostermärsche, und weist darauf hin, dass trotz der Corona-Krise Friedensbewegte kreative Wege gefunden hätten, um ihren Protest in die Öffentlichkeit zu tragen. Dabei hätten sich die Ostermärsche im 60. Jahr ihres Bestehens in Deutschland vollkommen neu erfinden müssen.

Protest auf innovativen Wegen im 60. Jahr der Ostermärsche in Deutschland
Über die Ostertage dekorierten zahlreiche Friedensbewegte ihre Fenster und Balkone mit Bannern sowie Friedensfahnen. Fahrräder wurden mit Schildern und Fahnen geschmückt und als Demo-Rad sichtbar genutzt. Auch klassische Mittel wie Umhängeplakate wurden demonstrativ beim Einkaufen getragen. Das alles wurde in unzähligen Fotos festgehalten und über die Sozialen Medien und Online-Angebote im Netz verbreitet. Viele luden ihre Fotos auf die Aktionswebseite www.ostermarsch.de hoch und füllten ein virtuelles Peacezeichen.

Erste virtuelle Ostermarsch-Demo
Verschiedene Friedensorganisationen sorgten für ein Novum, indem sie am Ostersamstag per Youtube-Stream den ersten virtuellen Ostermarsch in der Geschichte der Friedensbewegung organisiert. Die Redner*innen – darunter auch Aufschrei-Sprecher Jürgen Grässlin - prangerten Missstände an und kritisierten die herrschende Politik und zeigten Alternativen auf. Die unterstützenden Musiker bekräftigten das mit ihrer Musik und trugen zum erfolgreichen Verlauf bei. In den Reden und in der Moderation wurden Beispiele genannt, wie sich jede und jeder persönlich engagieren kann.

Am Ostersamstag flog ein Flugzeug mit einem Werbebanner mit der Forderung „Abrüstung jetzt!“ über Schwäbisch Hall, Tübingen und Stuttgart. Lokale und regionale Ostermarschbündnisse organisierten Kundgebungen via Videokonferenzen oder schalteten Anzeigen mit ihren Aufrufen in Lokalzeitungen. In einzelnen Städten wie Gronau, Jagel oder Schwerin fanden Ostermarschaktionen im öffentlichen Raum unter Einhaltung von behördlichen Auflagen statt.

Forderungen der Ostermärsche 2020
Angesichts der Corona-Krise forderte die Friedensbewegung, den Rüstungsetat zu reduzieren und das Geld im Gesundheitswesen zu investieren. Um das zu bekräftigen wurde und wird geworben, den Appell „Gesundheit statt Rüstung“ zu verbreiten und zu unterzeichnen.

Jürgen Grässlin wies darauf hin, dass Tag für Tag rund 15.000 Kinder unter fünf Jahren sterben während weltweit täglich rund 5 Milliarden US-Dollar für Rüstung ausgegeben werden. Auch aufgrund des weltweiten Waffenhandel tragen die Top 5  - USA, Russland, Frankreich, Deutschland und China - dazu bei das Menschen sterben. Laut Zahlen des Friedensforschunginstituts SIPRI wurden Deutschlands Kriegswaffenexporte mit Genehmigung der Großen Koalition im Zeitraum von 2015 bis 2019 im Vergleich zu 2010 bis 2014 um 17 % gesteigert.

Beim Ostermarsch wurde der Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot und der Abzug der Atomwaffen aus Deutschland gefordert. Diese Forderung ist sehr aktuell, weil die Verteidigungsministerin und die Bundesregierung neue atomwaffenfähige Flugzeug für die Bundeswehr beschaffen wollen.

Bei den Oster-Aktivitäten der Friedensbewegung wurde auf die katastrophale humanitäre Situation an der EU-Außengrenze, speziell im griechischen Flüchtlingslager Moria, hingewiesen und gefordert die Menschen, die unter anderem auf der Flucht vor Kriegen sind unter unseren Schutz zu stellen und aufzunehmen.

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